GESCHICHTE DER FIRMA GLEN

So wurde man sich in London schnell einig, sodass die unternehmungslustige Schweizerin noch am selben Abend in ein Flugzeug nach New York stieg, wo sie einen Besuch bei ihrer Freundin Anne geplant hatte. Und weil Elisabeth nach den erfolgreichen Vertragshandlungen guter, ja geradezu ausgezeichneter Dinge war, kam sie während des Flugs in 10'000 Metern Höhe mit ihrem Sitznachbarn ins Gespräch, der ihr ausgesprochen sympathisch war. Es handelte sich um einen gewissen Adam Glenn aus Schottland, der einen nachhaltigen Eindruck auf die junge Frau hinterlassen sollte – so nachhaltig, dass sie, zurück in der Schweiz, in Zürich eine Firma mit dem Namen «Glen» gründete.

FUSION MIT DEM ATELIER MANUS

Nach langen Jahren der Zusammenarbeit mit der Londoner Firma fand die rührige Unternehmerin 1993 einen neuen Hersteller in der Schweiz: die Buchbinderei Cilurzo in Luzern. Mittlerweile wurden die Speise- und Getränkekarten aus dem Hause Glen schweizweit, ja sogar international vertrieben.

Elisabeth Entrevaux führte die Firma höchst erfolgreich bis 1997 und übergab sie dann dem Ehepaar Koopmann aus Ägeri, welches den Betrieb bis 2007 mit bleibendem Erfolg leitete.

Dann übernahm der Hersteller selbst: Mario Cilurzo, der die Karten seit fast 15 Jahren produzierte. Er bestimmte, seinerseits erfolgreich und höchst engagiert, die Geschicke des Unternehmens bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2019.

Erneut stellte sich die Frage nach der Nachfolge.

Es ging nicht lange, bis sich in der Stiftung Atelier Manus in Brig, die es sich zum Ziel und Inhalt gemacht hat, Menschen mit Einschränkungen zu beschäftigen, eine kompetente, renommierte und erfahrene Partnerin fand.

Seit September 2019 ist die Firma Glen by Atelier Manus nun Teil der Stiftung. Bis heute indes hat jene schicksalshafte Begegnung zwischen der Schweizerin und dem Schotten im Jahre 1969 ihre Spuren hinterlassen: Es ist, als hätten die Firma und ihr Name im Wallis endlich ihre natürliche Umgebung gefunden. «Glen» - abgeleitet von schottisch-gälisch bzw. irisch «gleann» - bezeichnet nämlich laut Wikipedia ein abgelegenes, langes und enges Tal, wie es das Wallis eins ist – «eng» und «abgelegen» ausschliesslich im geografischen Sinn, versteht sich.

Aber auch ohne diese Herleitung ist auf den ersten Blick erkennbar, was die Firma Glen mit der Stiftung Atelier Manus gemein hat: der unbedingte Qualitätsanspruch, die Fokussierung auf die besonderen Bedürfnisse der Gastronomie und das Hochhalten von unverbrüchlichen Grundwerten wie Vertrauen, Verlässlichkeit, Solidität.